Varroa ist keine Blutsaugerin
In der Literatur steht meist geschrieben, dass sich die Varroa-Milbe von der Hämolymphe der Honigbienen ernährt. Dem ist aber gar nicht so, wie jetzt Wissenschaftler herausgefunden haben.
In der Literatur steht meist geschrieben, dass sich die Varroa-Milbe von der Hämolymphe der Honigbienen ernährt. Dem ist aber gar nicht so, wie jetzt Wissenschaftler herausgefunden haben.
Die Große Wollbiene ist in Nordamerika eine invasive Wildbiene, die sich rasant verbreitet hat. Die Drohnen verteidigen ihre Blumen-Territorien aggressiv und greifen auch Bestäuber anderer Arten an. Große Wollbienen sind Generalisten und besuchen daher oftmals dieselben Pflanzenarten wie einheimische Bestäuber. Welche Auswirkungen dies auf endemische Bestäuber hat, dem sind Wissenschaftler in einer aktuellen Studie nachgegangen.
Das Genom – die Gesamtsumme aller DNA – des Kleinen Beutenkäfers ist nun publiziert worden. Diese Informationen werden künftig den entscheidenden Zugang zu besseren, zielgerichteteren Kontrollmethoden führen, etwa zielgerichtete Insektizide oder möglicherweise sogar der Zucht von Honigbienen, die mit dem Käfer fertig werden.
In einer aktuellen Studie haben Wissenschaftler Aufzeichnungen über Hummeln über einen Zeitraum von 100 Jahren ausgewertet. Fast die Hälfte der Arten im US-Bundesstaat Vermont sind zurückgegangen oder sogar ganz verschwunden.
Der Spitzname des Bundesstaates Utah lautet „The Beehive State“ und er könnte nicht passender sein, sind Wissenschaftler der Utah State Universität überzeugt: Eine von vier Bienenarten, die in den Vereinigten Staaten vorkommt, ist in Utah zu finden. Damit leben in dem westlichen Bundesstaat mehr Bienenarten als in den meisten anderen Bundesstaaten der USA. Etwa die Hälfte dieser Arten lebt innerhalb der ursprünglichen Grenzen des kürzlich von US-Präsident Trump fast halbierten Naturschutzgebietes „Grand Staircase-Escalante National Monument“.
Sonnenblumen Helianthus annuus L. sind eine bedeutende Nutzpflanze und Honig- und Wildbienen ihre hauptsächlichen Bestäuber für konsistent hohe Erträge. Die Größe einer Blüte, ihr Aussehen und die florale Belohnung stehen in einem Zusammenhang mit der Anzahl und Dauer der Besuche durch Bestäuber. Entsprechende Merkmale können durch züchterische Maßnahmen daher bei Kulturpflanzen zu einer besseren Bestäubungsleistung führen, zumal sich Untersuchungen mehren, die zeigen, dass Ertragssteigerungen auch bei Nutzpflanzen möglich sind, wo dies in der Vergangenheit nicht vermutet wurde.
In den Vereinigten Staaten sind bis zu 13 % der Imker gefährdet, ihre Honigbienen-Völker aufgrund von Pestiziden zu verlieren, die zur Eindämmung des Zika-Virus versprüht werden. Das Zika-Virus kann bei ungeborenen Kindern zu schweren Hirndefekten führen. Es wird von Moskitos verbreitet, so dass die Insekten in den südlichen US-Bundesstaaten ins Visier genommen werden, da dort mit Zika-infizierte Stechmücken auftreten.
Wissenschaftler der Universität Maine haben eine Anwendung namens „BeeMapper“ entwickelt. Landwirte, die sich auf den Anbau von Blaubeeren spezialisiert haben, sollen damit besser abschätzen können, wie viele Wildbienen bei ihren Feldern als Bestäuber verfügbar sind. So können sie die Lebensbedingungen an ihren Feldern für zusätzliche Wildbienen verbessern oder Honigbienen zur ergänzenden Bestäubung anmieten.
Karge Regionen wie Wüsten sind auf den ersten Blick nicht unbedingt der Hort für reichhaltiges Leben. Einst an vielen Orten anzutreffende Spezies geht es heute aber bedeutend schlechter, wie der Mojave-Mohnbiene. Das Insektensterben ist sogar in der Wüste angekommen.
Wer demnächst nach Washington D. C. kommt, sollten den dortigen Zoo besuchen: Die Fassade des „Great Ape House“ im Smithsonian National Zoological Park erhält eine „bee-autiful“ Verjüngungskur. Am 17. September hat der Künstler Matthew Willey begonnen, die Fassade der beliebten Primatenausstellung mit Farbe überziehen und einen überlebensgroßen Bienenschwarm zu erschaffen, um die Bedeutung des Bestäuberschutzes zu unterstreichen.
Bei toxischem Nektar handelt es sich eigentlich um ein ökologisches Paradoxon. Pflanzen müssen beträchtliche Ressourcen dafür aufwenden, Nektar zu produzieren, der Bestäuber anlockt. Toxine aber können Bestäuber abschrecken und dadurch die Möglichkeit der Pflanze zur Verbreitung vermindern.
Wissenschaftler haben Bienen und ihre Lebensräume in vier zusammenhängenden US-Bundesstaaten identifiziert und geben Empfehlungen für deren Schutz. Gewinnen könnte dabei auch die Landwirtschaft und viele Informationen lassen sich ebenso an anderen Orten der Welt gut nutzen.
Bienen in ihrer natürlichen Umgebung zu folgen, ist für den Menschen schwierig. Im Rahmen von Studien ist jedoch genau dies immer wieder erforderlich, um genaue Daten zu gewinnen. Was vielen nicht bewusst ist: In der Regel gehen Untersuchungen mit dem Tod der untersuchten Individuen einher. Gerade bei besonders wertvollen Wildbienen-Arten ist dies jedoch problematisch. Wissenschaftler haben nun eine Markierungsmethode entwickelt, die einfach in der Anwendung und nicht tödlich für die Bienen ist.
Honigbienen-Völker in Zäunen um Nutzpflanzen sind seit einiger Zeit in Afrika und Asien recht wirkungsvoll im Einsatz gegen die Verwüstung der Felder durch Elefanten. In einer neuen Studie konnte nachgewiesen werden, dass auch der Einsatz von Alarmpheromonen der Honigbienen schon zur Abschreckung ausreicht.
Wissenschaftler haben die Auswirkungen einer dauerhaften Belastung von Honigbienen-Larven mit den beiden Neonicotinoiden Clothianidin und Imidacloprid sowie den beiden Organophosphaten Chlorpyrifos und Dimethoat untersucht. Ins Visier genommen haben die Forscher im Labor die Überlebens- und die Entwicklungsrate sowie den Einfluss auf das Larvengewicht.
Das lokale Aussterben von Mauerbienen im US-Bundesstaat Arizona lässt sich auf die Klimaerwärmung zurückführen. In anderen natürlicherweise warmen Klimazonen kann dies gleichfalls der Auslöser sein.
In einem zweijährigen Feldexperiment, bei dem die Temperaturen der Bienennester verändert wurden, um ein wärmeres Klima zu simulieren, wie es künftig herrschen wird, starben 35 Prozent der Mauerbienen im ersten Jahr und 70 Prozent im zweiten Jahr. Dem gegenüber stand eine nur 1 bis 2%ige Mortalitätsrate in der Kontrollgruppe unter den tatsächlichen aktuellen Temperaturbedingungen.
Kurze Zeiträume mit einer hohen Ressourcenverfügbarkeit können bei Bienen starke Verhaltensreaktionen auslösen. Nutzpflanzen, die in Masse blühen, sind ein derartiges Beispiel. Eine aktuelle Studie beschreibt die Verhaltensreaktion von Hummeln, einem wichtigen Wildbestäuber für kommerzielle Cranberry-Farmen in den USA und Kanada.
Die US-amerikanische Foundation for Food and Agriculture Research finanziert ein Team von wissenschaftlich betreuten Citizen Scientists, das landesweit Rasenflächen in heimische Wildblumenwiesen umwandelt. Im Fokus der Bemühungen stehen die in Nordamerika heimischen 5.000 Wildbienenarten und andere Bestäuber.
Wissenschaftler haben ein neues Design innovativer bioinspirierter Nadeln vorgestellt. Die Entwicklung basiert auf dem Stachel der Honigbiene, der leicht Weichgewebe durchdringen kann. Eine Verringerung der Einführkraft verringert die Deformation des Gewebes, was für ein genaueres Erreichen des Ziels bei chirurgischen Eingriffen wesentlich ist.
Honigbiene sind wichtige Bestäuber für landwirtschaftliche Produkte. Die Gesundheit von Bienen ist von mehreren Faktoren abhängig, einschließlich Ressourcenqualität und Pestizidbelastung. Insbesondere in intensiv genutzten landwirtschaftlichen Flächen mit weitläufigen Monokulturen können Qualität und Quantität der verfügbaren Nährstoffe vermindert sein, die Belastung mit Pestiziden ist wahrscheinlich. Bislang gibt es jedoch keine Untersuchungen zu synergetischen Effekten von Pestiziden und Ernährungsstress. Eine aktuelle Studie hat sich nun dieser Thematik gewidmet. Die Ergebnisse haben Auswirkungen auf die aktuelle Risikobewertung von Pestiziden.
Die Länge der Hell-Dunkel-Periode gilt als universeller Zeitgeber, der bei zahlreichen Tieren physiologische Prozesse reguliert. Für Tiere, die sich in Umgebungen entwickeln müssen, in die kaum Licht fällt, etwa Höhlen oder Hohlräume kann die Thermoperiode jedoch ein wichtigerer Regulator sein. In einer aktuellen Studie testeten Wissenschaftler diese Hypothese an der Luzerne-Blattschneiderbiene. Sie nistet in Höhlen, wo sie sich ihre Brutzellen entwickeln.
Patagonien könnte seine einzige endemische Hummelart verlieren, weil die Politik die Einfuhr invasiver Arten massiv unterstützt. Wissenschaftler zeigen die Konsequenzen auf, die auf aktuellen Erhebungen der unkontrollierten Verbreitung importierter Hummeln basieren.
Städte sind wärmer als das Umland und wenn sie expandieren, verschwinden auch viele nützliche Insekten aus dem städtischen Ökosystem. Für die Aufrechterhaltung von Ökosystemleistungen wie der Bestäubung benötigt man sie aber. Wie sich die Veränderungen auf die Bestäubergemeinschaften auswirkt, haben Wissenschaftler in einer Studie untersucht.
Eine neue mathematische Methode zur Vorhersage von Umkehrpunkten – dem Zeitpunkt, an dem plötzliche Veränderungen in komplexen vernetzten Systemen auftreten – kann Erkenntnisse dazu liefern, den Zusammenbruch von Bienenarten zu verhindern.
Bei einer ersten Langzeitstudie haben Wissenschaftler die Hummel-Population des US-Bundesstaates New Hampshire unter die Lupe genommen. Über den Untersuchungszeitraum von 150 Jahren hat sich ein dramatischer Rückgang eingestellt.